Am 6. Oktober 1923 floss erstmals Quellwasser in den neu errichteten Hochbehälter an der Kreuzung Obdorfweg-Römerweg. Mit einem Fassungsvermögen von 500 m3 trägt er bis heute maßgeblich zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Stadtgebiet bei. 2023 betrug die abgegebene Wassermenge aus dem Hochbehälter 2 rund 192 000 m3. Diese sind zur Versorgung von rund 600 Gebäuden mit 3500 Personen in die Zone 2 der Stadt Bludenz geflossen. In der Zone 2 und somit auch direkt vom Hochbehälter 2, wird unter anderem auch das Landeskrankenhaus Bludenz versorgt.
Der Hochbehälter entstand im Zuge von mehreren Projekten zur Sicherung und Sicherstellung der dauerhaften Wasserversorgung. Dazu zählten die Verbauung des Galgentobels und seiner Nebenarme, der Wegbau in das Oberlaufgebiet, die Neufassung aller Quellen sowie die Ableitung des Quellwassers bis zum Hochbehälter. Die Quellen wurden dann in geschützten Bauten gefasst und die Trinkwasserleitung in den Zufahrtsweg bis zum Quellgebiet integriert. Das Großprojekt zur Wasserversorgung der Stadt beinhaltete den Bau des neuen Trinkwasserreservoirs, den heute sogenannten Hochbehälter 2 (HB 2).

Bildquelle: Stadtarchiv Bludenz